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Kirchengemeinde Ellerbek – Gruß

Grußworte zum Sonntag

Liebe Gottesdienst-Interessierte,

in der Zeit der Krise entdecken wir wieder, dass wir eigentlich ganz „lokale“ Wesen sind. Wir freuen uns an den Ressourcen, die uns „vor Ort“ zur Verfügung stehen (und entdecken mit Schrecken, was es bedeutet, wenn das nicht der Fall ist), wir lernen den Wert der Nachbarschaft wieder kennen (vorausgesetzt, sie ist – oder war nicht schon lange – eine Quelle von Streit und Zank). Wir können nicht in die Ferne schweifen, doch bewegen wir uns immer noch unter demselben Himmel, leuchtet uns immer noch dieselbe Sonne. Wir leben, bewegen und kaufen vor Ort. Gut so! Das wäre doch wirklich etwas, was auch nach der Krise bleiben könnte, oder?!

Vor Jahren, als ganz viel fusioniert und globalisiert wurde, sagte einmal einer unserer Supervisoren, der zugleich ein erfahrener Psychotherapeut war: „Die menschliche Seele ‚funktioniert‘ so nicht. Sie fühlt und denkt nicht in den großen unüberschaubaren Zusammenhängen bzw. sie kann sich nur dann darauf einlassen, wenn sie auch vor Ort ein Zuhause findet, dh eingebunden ist und bleibt, wo echte Beziehungen gelebt werden.“

Eben dort in solch überschaubaren Zusammenhängen hat auch unser Glaube seine Wurzeln. Die großen Weltreligionen sind eben dort entstanden, wo eine Seele sich eingebunden fand in tragfähige Beziehungen und aus diesen heraus den Blick zum Himmel richtete. Man denke nur an Abraham, der als Viehhirte mit seiner Familie und seinen Tieren dem Ruf Gottes folgte. Das Bild vom „guten Hirten“ steht im Mittelpunkt der Lesungen und Texte für den kommenden Sonntag. Dazu im Anhang ein paar Gedanken.

Und hier kommt der Link zur vorerst letzten Video-Andacht: https://www.youtube.com/watch?v=lCq36pyg1as

Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende!

Birgit Vocka

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